Im Themenspecial Pflege finden Sie Fachartikel und aktuelle Meldungen zu Pflegeprodukten, Vorsorgebedarf, Beratungsansätzen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und vieles mehr.

 

Die deutsche Gesellschaft überaltert. Ein hoher medizinischer Versorgungsstandard trägt mit dazu bei, dass die Lebenserwartung in Deutschland kontinuierlich steigt. Während Neugeborene vor 50 Jahren auf eine durchschnittliche Lebenszeit von 67,28 Jahren (Männer) oder 73,03Jahren (Frauen) hoffen konnten, errechnete das Statistische Bundesamt für im Jahr 2012 geborene Bundesbürger eine um im Schnitt zehn Jahre verlängerte statistische Lebensdauer. Mädchen des Jahrgangs 1996 werden durchschnittlich 91,2 Jahre und Jungen des gleichen Jahrgangs durchschnittlich 86,2 Jahre alt.

 

Die Kehrseite des Medaille: Durch die gestiegene Lebenserwartung gibt es immer mehr Menschen mit Pflegebedarf. Seit 1999 steigt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland kontinuierlich an. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird dieser Trend anhalten und bis 2035 auf etwas mehr als vier Millionen steigen, so die Prognosen von Experten. Angesichts der alternden Bevölkerung warnen Wohlfahrtverbände schon vor einem drohenden Pflegenotstand, da Personal und Ressourcen fehlen, um die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen adäquat zu betreuen und zu versorgen.

 

Für die Betroffenen und ihre Familien ist die Pflegebedürftigkeit häufig ein finanzielles Desaster, denn die gesetzliche Pflegeversicherung reicht in den meisten Fällen nicht aus, die Kosten für eine ambulante Pflege oder einen Heimplatz zu decken. Schnell ist da, das Vermögen des Pflegebedürftigen aufgebraucht. Eine private Absicherung, durch eine Pflegerente oder eine Pflegetagegeldversicherung, ist für jeden Bundesbürger ein Muss.

 

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